Browser Addons – Browserverläufe von Millionen deutschen Nutzern verkauft

Wie aus vielen Medien bereits zu erfahren tragen nach dem AdBlocker-Skandal (siehe hierzu auch: Adblock Plus Undercover – Einblicke in ein mafioeses Werbenetzwerk) nun weitere Browser-Addons zum ausnutzen und auspionieren bei.

Diesmal geht es darum, das Nutzerverhalten und damit die aufgerufenen Seiten stetig abzugreifen und diese Daten letztendlich ohne Wissen und Zustimmung der Nutzer zu vermarkten.

Plugins wie WebOfTrust – mittlerweile von Mozilla und Google aus deren Pluginseiten entfernt (Golem – Nach Spähvorwürfen – Firefox und Chrome schmeißen Web of Trust raus) – nutzen hier die Anwender trotz teils gegenteiliger Versprechen schamlos aus.

Konkret wurde dies sogar belegt durch ein Experiment von Mike Kuketz, welcher eine Subdomain erstellte, diese keiner Suchmaschine mitteilte und nicht verlinkte und nur mittels Firefox und installierten WoT-Plugin ansurfte. Kurze Zeit später gelangten die Daten trotzdem ins Netz – Details siehe hier: WOT-Addon: Wie ein Browser-Addon seine Nutzer ausspäht

Das ARD-Magazin Panorama war der Sache als erstes auf die Schliche gekommen und hatte vor kurzem einen Beitrag dazu veröffentlicht: ARD Panorama (NDR) – Nackt im Netz: Millionen Nutzer ausgespäht

Grundsätzlich gilt: Vorsichtig umgehen mit jeglicher Erweiterung. Nach Überlegungen zur Sinnhaftigkeit sollte eine Suche im Netz Anhaltspunkte zur Seriösität liefern. Ansonsten ist man schnell auf Beträger hereingefallen.

 

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